Hanns Dieter Hüsch

Georg Schwikart

Hanns Dieter Hüsch

Wie der Kabarettist den lieben Gott zum Schmunzeln brachte

Das schwarze Schaf vom Niederrhein

„Das schwarze Schaf vom Niederrhein“, so bezeichnete sich Hanns Dieter Hüsch (6. Mai 1925 – 6. Dezember 2005) auf einem Buchtitel selbst. Er war Schriftsteller, Liedermacher, Schauspieler, Dichter, Rundfunkmoderator und Kinderbuchautor. Hüsch zählte zu den bekanntesten Kabarettisten Deutschlands – und galt als frömmster Vertreter seiner Zunft. „Ich sing für die Verrückten, die seitlich Umgeknickten“, beschrieb er sein Ansinnen. Die Bühne diente ihm als Kanzel, denn der wortgewandte „Vorlesekunstphilosoph“ machte sich im wahrsten Sinne Gedanken über Gott & die Welt. Auch auf Kirchentagen war er regelmäßig Gast. Die „Theologie“ des evangelischen Christen Hüsch ist vom Vertrauen geprägt, dass Gott unbedingt auf der Seite der Menschen steht. Hüsch lebte einen engagierten und heiteren Glauben, der ihn singen lassen konnte: „Ich bin erlöst / Vergnügt / Befreit / Gott nahm in seine Hände / Meine Zeit …“